DPRG Takeoff 2018: Akzeptanz durch Kommunikation

In Zeiten, in denen Großprojekte und Vorhaben vermehrt auf gesellschaftlichen Gegenwind stoßen, ist Kommunikation ein Enabler für das Erreichen von Akzeptanz. Unter dem Begriff „Akzeptanzkommunikation“ hat sich in den letzten Jahren ein neues Kommunikationsfeld etabliert, das durch professionelles Kommunikationsmanagement zur Akzeptanz für Vorhaben bei relevanten Stakeholdern gekennzeichnet ist. Die Grundlage für eine nachhaltige Akzeptanz liegt insbesondere darin, Vertrauen bei den Stakeholdern aufzubauen und in einen offenen und fairen Dialog zu treten. Klassische Anwendungsfelder für Akzeptanzkommunikation finden sich bei neuen Technologien, Infrastrukturprojekten, in der Change-, Krisen- oder Markenkommunikation, im Rahmen der Digitalen Transformation oder bei CSR-Projekten.

Diskussion im Arbeitskreis (c) Jens Jeske

Zum DPRG Takeoff 2018 trafen sich u. a. die aktiven Arbeitskreise „Gesundheits-kommunikation“, „Public Affairs“, „Krisenkommunikation“ und „Verbandskommunikation“ am 26. Januar 2018 in Berlin. Im Fokus der Veranstaltung stand das Dachthema „Akzeptanz “, was aus dem Blickwinkel der verschiedenen Kommunikationsfelder in den Arbeitskreisen diskutiert wurde. Dr. Felix Krebber, Professor für Unternehmenskommunikation an der Fakultät für Wirtschaft und Recht der Hochschule Pforzheim, thematisierte in seiner Keynote „Hater, Faker, Wutbürger: Wird Akzeptanz zur Fiktion?“ die zunehmenden Schwierigkeiten von Unternehmen und Organisationen, Akzeptanz für ihr Handeln zu finden. Krebber hat sich in seiner Dissertation intensiv mit dem Thema im Zusammenhang mit Infrastrukturprojekten auseinandergesetzt. Sein Fazit: Akzeptanz wird zunehmend zum übergreifenden Thema der Organisationskommunikation und geht weit über Infrastrukturprojekte hinaus.

Fishbowl mit Timo Krupp, Ulf Mehner, Sybille Höhne, Sebastian Vesper und Dr. Felix Krebber © Jens Jeske

„In der Praxis stellen wir immer wieder fest, dass der Anspruch der Bürger „mitzureden“ stark zugenommen hat. Unter dem Stichwort „Bürgerbeteiligung“ erwarten die Stakeholder heutzutage mehr Informationen und Mitspracherechte – zum Teil unabhängig von der Rechtslage. Darüber hinaus sehen sich Vorhabensträger oftmals einer wachsenden Skepsis gegenüber ihren Projekten vonseiten der Bürger. Dialogorientiere Kommunikation ist hierbei der Schlüssel, um von Beginn an auf die teils divergierenden Anspruchshaltungen verschiedener Beteiligter und Akteure einzugehen und ihnen durch dialogorientierte Kommunikation auf Augenhöhe zu begegnen“, so Ulf Mehner, Geschäftführer von WeichertMehner, während der Fishbowl-Diskussion.

 

 

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